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- Korrosion und Korrosionsschutz
Korrosionsschutz durch Lamellenschichten
Vor allem für Bauteile im Fahrzeugbau oder auch für Windkraftanlagen werden Zinklamellenbeschichtungen verwendet. Hierbei handelt es sich um eine organische Basisschicht mit Metallflitter in einer Länge von einigen 10 µm und wenigen Mikrometern Dicke. Die Metallflitter richten sich beim Auftragen parallel zur Oberfläche aus. Die Wirkung der Lamellenbeschichtung beruht auf mehreren Prinzipien:
– dem Schutzmechanismus von Zink, das sich im Falle einer Korrosion zugunsten von Eisen auflöst (kathodischer Korrosionsschutz)
– der Schutzwirkung einer Lackschicht, die gegenüber vielen Korrosionsmedien beständig ist und nicht wie ein Metall elektrochemisch reagieren kann
– der Erzeugung von langen Diffusions-/Migrationswegen von eindringendem Sauerstoff und Wasser durch die parallel zur Oberfläche ausgerichteten Zinklamellen.
Zinklamellenbeschichtungen stellen insbesondere dann eine gute Alternative zu metallischen Beschichtungen dar, wenn dickere Schutzschichten gefordert sind, keine hohen Temperaturen im Gebrauch auftreten oder keine stark abrasiven Angriffe zu erwarten sind.